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Bremer Auswahl in der Lernphase - WK 12.06.2017

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Bremer Auswahl in der Lernphase


Männliche Handball-Jugend in Neuss

 

 

THIES HERMANN ZAHLTE MIT DER BREMER AUSWAHL NOCH REICHLICH LEHRGELD.


Bremen. Die Bremer Handball-Landesauswahl des Jahrgangs 2001 zahlte ein halbes Jahr vor dem Länderpokal in Berlin noch einiges an Lehrgeld: Die Jungs des BHV-Trainers Philipp Grieme kassierten beim international stark besetzten Qirinus-Cup vier Niederlagen. Damit schieden sie bereits in der Gruppenphase als Letzter aus.


Mit elf Spielern hatte sich Philipp Grieme auf den Weg nach Neuss gemacht. Nicht mit dabei war sein starker Spielmacher Bjarne Budelmann, der der männlichen A-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt zum Bundesliga-Aufstieg verhelfen sollte. „Das war in Absprache mit dem Landestrainer Tim Schulenberg entschieden worden, der auch die A-Jugend des HC Bremen trainiert“, erklärte der BHV-Coach. Seine Mannschaft hatte in der Fünfergruppe den Turnierauftakt gegen die Handbalschool Brabant aus den Niederlanden schlichtweg verschlafen und lag schnell mit vier Toren zurück. „Ansonsten wäre dort für uns etwas drin gewesen“, meinte Philipp Grieme. Immerhin kämpfte sich seine Mannschaft wieder ins Spiel zurück, wurde aber für die Aufholjagd nicht mehr belohnt. Die BHV-Equipe zog gegen den späteren Gruppenvierten knapp mit 11:12 den Kürzeren.
Dem späteren Turniersieger TSV Bayer Dormagen lieferten die Bremer Talente bis zum 7:9-Halbzeitstand einen offenen Schlagabtausch. Dank der tollen Torwartleistung von Ben Garrels und individueller Klasse im Angriff boten die Bremer den überwiegend ein Jahr älteren Gastgebern auch weiterhin Paroli, trotzdem triumphierte Dormagen mit 17:11. „Das Spiel war eigentlich enger, als es das Endergebnis widerspiegelt“, bilanzierte Philipp Grieme.


Gelungene Experimente


Dagegen hatte die Bremer Landesauswahl gegen die körperlich starke Mannschaft von Dukla Prag nicht den Hauch einer Chance, die die BHV-Talente mit schnellen Ballpassagen knackte. „Wir waren nicht mehr so frisch und präsent wie in den Spielen zuvor, speziell müssen wir uns aber auch noch in der Abwehr verbessern“, bemängelte der BHV-Talentförderer. Der Klub aus der tschechischen Hauptstadt setzte sich gegen sein Team klar mit 14:7 durch, schied später aber selbst im Viertelfinale mit 17:18 gegen den LHC Cottbus aus.


Mit den drei Niederlagen im Gepäck war bereits vor dem letzten Spiel gegen den Vohwinkeler STV klar, dass die Bremer Landesauswahl nicht mehr ins Achtelfinale einziehen konnte. Daher entschied sich Philipp Grieme, in diesem Spiel nicht auf das Ergebnis zu achten, sondern einiges auszuprobieren.
Zum Beispiel, den aufgrund der internationalen Regeln bei diesem Turnier erlaubten siebten Feldspieler für den Torwart einzuwechseln. „Auch wenn wir das bislang noch nie trainiert haben, hatte das meine Mannschaft ganz gut umgesetzt“, lobte Philipp Grieme. Das hatte jedoch zur Folge, dass sie die 12:17-Niederlage zugleich auf den letzten Gruppenplatz beförderte. Damit war für den Bremer Handballverband der Quirinus-Cup bereits am zweiten von drei Tagen frühzeitig beendet.


Trotzdem sieht Philipp Grieme seine Spieler auf dem richtigen Weg: „Die Mannschaft kann mit sich und ihrer Entwicklung in den letzten sechs Monaten zufrieden sein“, bilanzierte er. In Neuss waren 21 Mannschaften in fünf Gruppen an den Start gegangen. Das Turnier entschied der TSV Bayer Dormagen mit einem 19:10-Finalsieg über die HSG Neuss/Düsseldorf für sich.


Die Landesauswahl des Jahrgangs 2001 spielte mit Ben Garrels, Lukas Bark, Tjark Jöhnk, Thies Hermann, Fiete Esser, Kai Tiedje, Jakub Anuszewski (alle SG HC Bremen/Hastedt), Kai Schmidt (ATSV Habenhausen), Steffen Spanjer, Rune Becker (beide HSG Schwanewede/Neuenkirchen) und Sohail Ramin (HSG Delmenhorst).

 

Quelle: http://www.weser-kurier.de/sport/bremen-sport_artikel,-bremer-auswahl-in-der-lernphase-_arid,1611835.html

 

 

Zuletzt geändert am: 12.06.2017 um 11:48


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